Mittwoch, 17. September 2014

Wie geht das jetzt mit dem Capsule Wardrobe?

Erstens:
Ihr teilt euer Jahr in Segmente ein, diese Abschnitte sind die Capsules (= Hülsen, Kapseln), daher auch der Name. Ich sage auch Saison dazu.
Ich habe meines ganz klassisch in vier Abschnitte untergliedert: Januar - März, April - Juni, Juli - September, Oktober - Dezember. Ihr könnt euch die Segmente aber auch ganz unterschiedlich zusammenstellen, zum Beispiel von Januar bis April, Mai bis August und dann September bis Dezember. Wie es euch individuell am besten taugt.
Und für jeden dieser Abschnitte stellt ihr euch eine fixe Garderobe zusammen. Da ich jetzt mitten im August eingestiegen bin, habe ich für Versuchszwecke noch eine Garderobe für den restlichen August und September zusammengestellt.

Zweitens:
Ihr sucht euch 33 Kleidungsstücke inkl. Schuhen und Außenkleidung aus. Denkt daran, dass ihr mit nur diesen 33 Teilen in den nächsten drei Monaten leben (und arbeiten) müsst.
Viele inkludieren in die 33 Gegenstände auch noch Accessoires und Schmuck, aber so weit gehe ich nicht. Das liegt zum einen daran, dass ich sowieso nur recht selten so etwas trage und zweitens wollte ich die Kirche im Dorf lassen und erst mal sehen, ob es überhaupt mit 33 Kleidungsstücken funktioniert.
Nicht enthalten in den 33 Kleidungsstücken sind Sportkleidung, Kuschelsachen, Schlafkleidung und Unterwäsche. Diese Stücke dürfen aber auch nicht die ausgesuchten 33 Kleidungsstücke ergänzen.

Drittens:
Wenn die Kleidung, die ihr in der Arbeit tragt sich stark von eurer Alltagskleidung unterscheidet, ist es ratsam einen eigenen Capsule Wardrobe für die Arbeit zu erstellen. Da ich nicht Vollzeit arbeite, aber im Büro gerne etwas schicker angezogen bin, habe ich mir eine Arbeitsgarderobe aus 15 Teilen zusammengestellt.

Viertens:
Saisonartikel, für die gerade keine Saison ist, verpackt ihr in Kartons, beschriftet diese und räumt sie an eine Stelle wo sie nicht stören. Genauso verfahrt ihr mit eurer restlichen Kleidung, die in der entsprechenden Saison keine Verwendung findet: räumt sie so weg, dass ihr nicht in Versuchung geratet zu Schummeln.

Fünftens:
Ihr geht in den folgenden 2,5 Monaten nicht Shoppen!! Denn der Plan ist ja, dass ihr euch nach der initialen und intensiven Überlegung, wie ihr eure Garderobe zusammenstellt, keine Gedanken mehr daran verschwenden müsst. War die Garderobe gut geplant, dann passt alles zusammen.

Sechstens:
In den letzten zwei Wochen eines Segmentes plant ihr eure nächste Saison. Wenn euch Lücken auffallen oder einige Teile so durch sind, dass sie ersetzt werden müssen, dann kauft ihr gezielt neu (oder näht gezielt neu). Weniger ist mehr! Also lieber ein hochwertiges Paar Schuhe, die euch durch mehrere Saisons begleiten und euch dann auch als eine Art Signatur dienen können.

Siebtens:
Ganz so lasse ich euch natürlich nicht hängen. ;) Ich erzähle euch in den nächsten Tagen noch genauer, wie ihr eure 33 Kleidungsstücke besser planen könnt. Aber macht euch keine Hoffnung: ich werde euch keine Liste an die Hand geben, in der steht: ihr braucht x Hosen, y Oberteile und z Kleider. Ich kenne euch ja nicht und auch nicht eure Vorlieben.

Hier geht es zum "How to?" wo ihr noch mehr interessante Themen findet.

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